Kosten für Schadensersatz sind von der Steuer absetzbar

Bundesfinanzhof, Az.: VI R 23/10
Arbeitnehmer können Zahlungen aus einem arbeitsgerichtlichen Vergleich als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

Das gilt selbst bei Schadensersatzzahlungen an den ehemaligen Arbeitgeber, wie der Bundesfinanzhof jetzt feststellte.



Ein Außendienstler war von seinem ehemaligen Arbeitgeber auf über 900.000 Euro Schadensersatz verklagt worden, weil er angeblich Betriebsgeheimnisse an die Konkurrenz weitergegeben hatte.

Vor dem Arbeitsgericht einigte man sich schließlich in einem Vergleich auf die Zahlung von 60.000 Euro Schadensersatz.

Diesen Betrag samt Anwaltskosten machte der Mann nun als nachträgliche Werbungskosten bei der Steuer geltend, doch das Finanzamt spielte nicht mit.

Das Gericht sah das anders, weil die Kosten der Rechtsverteidigung und die Zahlung aus dem Vergleich mit seiner Berufstätigkeit in einem Zusammenhang standen.

Durch den gerichtlichen Vergleich kam es auf eine Klärung der Vorwürfe nicht mehr an. Der fünfstellige Schadensersatz tut jetzt nur noch halb so weh.





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